Konzert der Barockmusik der Neuen Hofkapelle Osnabrück

12. Januar 2023

Wohin mit der KUKUK?

Konzert, Theater oder Kabarett? Lieber eine Stadt­führung? Vortrag oder Filmfest? Wir zeigen Dir, wann wo was geht…

Der Verein hinter der KUKUK

Für uns gehört kulturelle Teilhabe zu einem würdigen Leben. Für uns ist Kultur kein Luxus, sondern Lebensmittel!

Unterstütze unsere Arbeit!

Förderndes Mitglied, ehren­amtliche Mitarbeiterin, groß­zügiger Spender, sozial­freundliche Sponsorin: Finde heraus, was für DICH passt…

Was die Medien über uns sagen

Print, Audio, TV, Online, Medien­berichte. Außerdem: alle 4 Wochen bei osradio 104,8 unsere eigene Radio­sendung, der KUKUKsRUF!

Die Neue Hofkapelle Osnabrück ist ein Ensemble, bestehend aus Berufsmusikern und –musikerinnen, das es sich seit dem Jahr 2015 zur Aufgabe gemacht hat, die Musik des Hoch- und Spätbarocks, der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg, auf historischen Instrumenten in der Tradition der einstigen Hofkapelle Osnabrücks zu spielen (Geschichtliches hierzu auf der Homepage). Eine Musik, die im normalen orchestralen Betrieb oft nur eine unwesentliche Rolle spielt.

Die Hofkapelle spielt Stücke bekannter Barockkomponisten, widmet sich aber in besonderem Maße Werken von Komponisten, die nicht so einen breiten Bekanntheitsgrad erlangten, aber durch ihr Wirken großen Anteil an diesem wertvollen kulturellen Erbe haben. Oder die teils durch andere widrige Umstände schlichtweg in Vergessenheit geraten sind. Wie z.B. die Musik des aus Esens in Norddeutschland stammenden Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714), dessen Werke überaus beliebt waren. 1681 übernahm er die Leitung der Rudolstädter Hofkapelle und entwickelte die kleine Residenzstadt zu einem musikalischen Zentrum, was ihm einen Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus einbrachte. Leider fiel der größte Teil seiner Werke einem verheerenden Schloßbrand zum Opfer, so dass heute nur noch ein kleiner Teil seiner Kompositionen erhalten ist.
Solche Bestände zu erforschen und einem wertschätzenden Publikum zugänglich zu machen, haben sich die Musiker verschrieben. Also eine Art musikalischer Denkmalschutz. „Wir müssen wissen, woher wir kommen, um zu klären, was wir aufbewahren und mitnehmen wollen. Die Musik aus der Zeit der Geburtswehen des modernen Europas ist unverzichtbar für diesen Bildungsprozess.“ (Neue Hofkapelle Osnabrück)

Da die Universität Osnabrück aus Energiespargründen im Schloss am Wochenende nun nicht mehr heizt, wurden die Konzerte der Neuen Hofkapelle auf den Donnerstag verlegt. Was aber der Begeisterung der Zuhörer offensichtlich keinen Abbruch tut. Nichtmal wenn der Catering-Service abgesagt hat und es deshalb in der Pause nichts zu trinken gibt.

Ich selber habe nicht soviel Ahnung von solcher Musik, bin aber zu dem Konzert gegangen, um zu erfahren, wie mir Barockmusik die Atmosphäre eines barocken Gebäudes näher bringen kann. Umgekehrt geht das ja vielleicht auch. ​


TEXT Rüdiger Lange