Wie klingt es, wenn Osnabrücker Studierende ihre Wahrnehmung der Bilder Felix Nußbaums (1904-1944) kompositorisch zum Ausdruck bringen? Dies ist nun im Rahmen der Ausstellung „Nussnaum anders sehen“ im Felix-Nussbaum-Haus zu sehen bzw. zu hören. Denn Lehramtsstudierende der Musik haben sich im Sommersemester 2020 in einem fachdidaktischen Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Dorothee Barth intensiv mit Leben und Werk des Osnabrücker Malers auseinandergesetzt und zu der persönlichen Perspektive auf ein Bild, dass sie in besonderer Weise ansprach, eine digitale Klangkomposition geschaffen.
„Die Bilder Felix Nussbaums berühren“, so die Studentin Paula Römer, „sie entführen in die Lebenswelt des Malers und die Leiden des Holocaust. Durch die Reise in die Klangwelt seiner Kunst haben wir am eigenen Leibe erfahren, wie bedeutsam der Bezug der Hochschuldidaktik und auch des schulischen Musikunterrichts auf Themen des ‚wirklichen Lebens‘ ist.“
„Und genau das ist der Grundgedanke so genannter WITRANKO-Seminare (Wissenstransfer durch Kooperation)“, ergänzt Dorothee Barth. „In ein Kooperationsprojekt zwischen Schule, Hochschule und Institutionen des kulturellen Lebens können drei Partner ihr spezifisches Wissen einbringen und voneinander lernen.“
Die Ausstellung der Klangkompositionen sind im Museumsquartier Osnabrück bis zum 01.11.2020 zu sehen. Audiovisuelle Appetitanregungen sind unter folgendem Link zu finden:

www.musik.uni-osnabrueck.de/klang-der-bilder