Thomas Geve: „Zeichnungen eines kindlichen Historikers“
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Thomas Geve (1929-2024) überlebte als Kind einer jüdischen Familie mehrere nationalsozialistische Konzentrationslager. Im Alter von 13 Jahren wurde er deportiert und 1945 im KZ Buchenwald befreit. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands
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Thomas Geve (1929-2024) überlebte als Kind einer jüdischen Familie mehrere nationalsozialistische Konzentrationslager. Im Alter von 13 Jahren wurde er deportiert und 1945 im KZ Buchenwald befreit. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands musste er jedoch zunächst im Lager bleiben. In dieser Zeit begann er zu zeichnen.
Innerhalb von nur zwei Monaten entstanden 82 eindrucksvolle Buntstiftzeichnungen, in denen Geve die Lagerwelt und den Alltag im Konzentrationslager dokumentierte. Er selbst bezeichnete sich als „kindlichen Historiker“ – seine Zeichnungen sind keine rückblickenden Erinnerungen, sondern unmittelbare Zeugnisse eines Kindes, das das Erlebte festhält, um es begreifbar zu machen.
Die Ausstellung macht diese einzigartige Perspektive sichtbar und lädt dazu ein, sich mit Erinnerung, Zeugenschaft und der Verantwortung der Gegenwart auseinanderzusetzen. Thomas Geve emigrierte später nach Israel. Sein zeichnerisches Werk bleibt ein eindringliches Dokument gegen das Vergessen.
Öffnungszeiten:
Di.-Fr. 10-13 / 14-17 Uhr
Sa., So. + an Feiertagen 11-17 Uhr
Uhrzeit
Eintritt:
frei