Migration – Emigration – Immigration – „Remigration“ (?)

do16apr19:00Migration – Emigration – Immigration – „Remigration“ (?)Vortrag mit Begriffsbestimmung und Gespräch über deren Vieldeutigkeiten19:00 Osnabrück | Haus der Volkshochschule, Bergstr. 8 VeranstalterVHS OsnabrückKATEGORIEVortragEintritt:frei

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Das lateinische Wort „migrare“ bedeutet „wandern“. Und die Menschen wandern tatsächlich vom Beginn der Geschichte an. Die Bibel ist voll von derartigen Geschichten. In der Völkerwanderungszeit zwischen Spätantike und früher Neuzeit hat sich dieses Phänomen geradezu institutionalisiert. Man verließ die Heimat in der Hoffnung auf eine bessere, aber immer ungewisse Zukunft.

Das gilt auch für Deutschland. Im Mittelalter brachen von hier Hundertausende im Zuge der Ostkolonisation auf, um jenseits von Oder und Neiße Städte zu gründen und sich dauerhaft niederzulassen. Später dann die Auswanderung von Millionen in das „Gelobte Land“ Amerika. Aber es gab immer auch westfälische Wanderarbeiter, „Grenzgänger“ nannte man sie, die sich für wenig Geld verdingten oder arme Heuerlinge, die sich als Wal- oder Heringsfänger anwerben ließen. Im Gegenzug kamen Einwanderer ins Land, aus Südeuropa, aus der Türkei.

Heutzutage werden mit den Themen „Migration“ im Sinn von „Überfremdung“ und „Kontrollverlust“ Wahlen entschieden. Neu und höchst brisant ist die von Rechtsradikalen ins Gespräch gebrachte „Remigration“, was nichts anderes bedeutet als Ausweisung – also Vertreibung.

Dr. Volker Jakob ist Historiker und war Referatsleiter im Bild-, Film- und Tonarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen in Münster.

Uhrzeit

16. April 2026 19:00

Eintritt:

frei

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