„Kunstfreiheit und institutionelle Verantwortung“ | Panel
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Öffentliche Kunst- und Kulturförderung hat in Deutschland eine außerordentlich vielfältige Kulturlandschaft hervorgebracht. Die existenzielle Abhängigkeit von Kulturschaffenden und Institutionen von Förderung macht diese allerdings auch anfällig für politisch motivierte Eingriffe
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Öffentliche Kunst- und Kulturförderung hat in Deutschland eine außerordentlich vielfältige Kulturlandschaft hervorgebracht. Die existenzielle Abhängigkeit von Kulturschaffenden und Institutionen von Förderung macht diese allerdings auch anfällig für politisch motivierte Eingriffe in Prozesse der Fördervergabe. Dass hierdurch auch die Kunst-, Wissenschafts- und Meinungsfreiheit immer wieder unter Druck geraten, haben die Kontroversen der vergangenen Monate um die Berlinale, den Deutschen Buchhandlungspreis und die Kunstakademie Düsseldorf deutlich vor Augen geführt. Jüngst stand auch das EMAF wegen seiner Einladung einer palästinensischen Künstlerin in der Kritik, was zur öffentlichen Distanzierung seiner beiden Hauptförderer, der Stadt Osnabrück und des Landes Niedersachsen, führte.
Diese Kontroversen und ihre politischen und rechtlichen Kontexte gemeinsam mit Expert*innen und Publikum sollen hier näher beleuchtet werden: Welche inhaltlichen Freiräume können Kunstinstitutionen für ihre Programminhalte beanspruchen, insbesondere dann, wenn es um Israel/Palästina oder Akteur*innen aus der Region geht, und wo sind ihnen Grenzen gesetzt? Welche Verantwortung haben beide – Förderer und Geförderte –, auch kritischen und kontroversen Themen Raum zu geben? Was können Förderer vor diesem Hintergrund fordern? Und was müssen Geförderte leisten?
Podium:
Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik, Universität Hildesheim)
Ralf Michaels, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg und Professor für Rechtswissenschaft, Universität Hamburg
Marc Siegel, Professor für Filmwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Moderation: Margarita Tsomou, Professorin für Zeitgenössische Theaterpraxis, Hochschule Osnabrück und Kuratorin für Theorie und Diskurs HAU Hebbel am Ufer, Berlin
Uhrzeit
Eintritt:
frei