Aiki Mira: „Anti-Opfer – Warum wir Verletzlichkeit verachten“ | Körper oder Utopie

so12jul14:0016:00Aiki Mira: „Anti-Opfer – Warum wir Verletzlichkeit verachten“ | Körper oder UtopieLesung & Gespräch mit Alice Hasters14:00 - 16:00 Osnabrück | MQ4 Museumsquartier (Veranstaltungssaal), Lotter Str. 2 VeranstalterBuchhandlung zur HeideFOKUS e. V.Kunsthalle OsnabrückMQ4 | Museumsquartier OsnabrückKATEGORIELiteraturEintritt:frei

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In Talkshows, in Bundestagsdebatten, am Abendbrottisch – überall wird über „Opfer“ gesprochen. Doch zunehmend sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, als verweichlicht gelten, andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen.
„Opfer“ – das ist längst ein Vorwurf geworden. Wenn Menschen nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Was passiert in unserer Gesellschaft, wenn Sensibilität als elitär gilt, das „Recht des Stärkeren“ dagegen als egalitär und authentisch?

In ihrem neuen Buch beschreibt Alice Hasters einen medial verstärkten kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismusund Faschismus einhergeht. Doch auch diese Systeme brauchen „Opfer“: vermeintlich fragile, verwundbare Figuren, die es zu schützen gilt, um die Politik der Härte zu rechtfertigen – Frauen und Kinder, die „europäische Kultur“ oder der „Wohlstand“. Mit intellektueller Unruhe und unbeirrter Klarheit benennt Hasters die verheerenden Folgen dieser Politik und stellt ihnen die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.

Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Publizistin in Berlin. Sie war unter anderem für die Tagesschau tätig und moderierte bei Deutschlandfunk Nova und dem RBB. Mit „Anti-Opfer“ veröffentlicht sie ihr 3. Sachbuch.

Uhrzeit

12. Juli 2026 14:00 - 16:00

Eintritt:

frei