Andreas Mand: „Pauli, Dis_tant Caretaker“ | Lese-Rampe

fr25sep20:00Andreas Mand: „Pauli, Dis_tant Caretaker“ | Lese-RampeLesung mit dem westfälischen Autoren aus Minden20:00 Osnabrück | Unikeller, Neuer Graben 29 VeranstalterHarald KellerUnikellerKATEGORIELiteraturEintritt:frei, Spende erbeten

Informationen

Sein erstes Buch veröffentlichte Mand mit 23 Jahren. Nach dem Schulabschluss in Krefeld studierte er Medienwissenschaften in Osnabrück, war als Musiker aktiv und weiterhin literarisch tätig. Mands autofiktionale Romane erschienen in renommierten Literaturverlagen wie Maro, Ammann, Residenz. Seine Romane speisen sich aus eigenen Erfahrungen. In „Kleinstadthelden“ gelingt ihm, so Thomas Groß in der taz, „eine Archäologie des Jargons, die mit viel Hingabe an die Irrtümer, Anmaßungen und Fehleinschätzungen des Personals betrieben wird.“ Mand gewährt Einblicke in „Nischen, die sie sich in Osnabrücker Hinterhäusern geschaffen haben.“

Mand fand durchweg den Beifall der Literaturkritik in den gehobenen Feuilletons. Willi Winkler verglich Mand im SPIEGEL mit F. Scott Fitzgerald, Tilman Spreckelsen stellte ihn der FAZ-Leserschaft vor als „äußerst sensiblen Chronisten der letzten 30 Jahre.“

In den 90er-Jahren lebte Andreas Mand in Berlin, danach im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen-Lippe. Bis heute hat Mand 15 Bücher veröffentlicht, darunter mit „Das Grover Spiel / Proberaum Ewigkeit“ einen Band mit zwei Theaterstücken. 2026 meldet sich Mand nach längerer Pause mit „Pauli, Distant Caretaker“ zurück. Hauptfigur ist einmal mehr Paul Schade, dessen Lebensweg sich in Mands Romanen „Das rote Schiff“ (1994), „Klein­stadthelden“ (1996), „Vaterkind“ (2001), „Paul und die Beatmaschine“ (2006) nachverfolgen lässt, ein Entwicklungsroman in mehreren Bänden und zugleich eine umfassende Chronik der um 1960 geborenen Generation.

Im neuen Buch kämpfen Pauls Söhne gegen Rechtsradikale und Online-Monster, während Pauli, ein gesundheitlich schwächelnder, nicht nur äußerlich ergrauter Mittfünfziger, in seinem prekären Kulturjob renitente Lokalkünstler betreut, seine noch halbwegs selbstständige Mutter im Ruhrgebiet besucht und sich mit einer gewissen inneren Distanz um alle kümmert.

Moderation: Harald Keller, Autor, Journalist und Medienwissenschaftler aus Osnabrück

Uhrzeit

25. September 2026 20:00

Eintritt:

frei, Spende erbeten