„Vom Verschwinden der Arten“
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Wir alle haben vom Artensterben gehört, und doch denken viele Menschen, dass es sich um ein Phänomen handelt, dass sich nur in den Regenwäldern der Welt abspielt. Tatsächlich aber verlieren
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Wir alle haben vom Artensterben gehört, und doch denken viele Menschen, dass es sich um ein Phänomen handelt, dass sich nur in den Regenwäldern der Welt abspielt. Tatsächlich aber verlieren wir auch vor unserer eigenen Haustür die biologische Vielfalt – insbesondere die der Insekten. Die Gründe für den Artenschwund sind vielfältig und reichen vom Verlust der Lebensräume über die Verminderung der Qualität von Lebensräumen bis hin zu biologische Faktoren und Klimawandel. Entscheidender Faktor bei all diesen Gründen ist der moderne Mensch und dessen Art zu leben, Nahrung zu erzeugen und Ressourcen zu verbrauchen, die in der Summe zu dieser Biodiversitätskrise geführt hat.
Im Vortrag soll unter anderem den Fragen nachgegangen werden, was es mit dem sogenannten Insektensterben auf sich hat, was der Unterschied zwischen dem Insektensterben und Insektenschwund ist oder auch warum eben nicht ein Insekt wie das andere ist und dieses ersetzen kann. Es werden Beispiele erbracht, welche Rolle die Insekten im globalen Netz einnehmen, welche Folgen der Verlust dieser oft wundersamen und gleichzeitig faszinierenden Organismen hat und welche möglichen Handlungsoptionen sich für jeden einzelnen ergeben, dieser Krise zu begegnen.
Volker Lohrmann studierte Biologie in Mainz und Berlin. Danach wechselte er zunächst ans Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe bevor es ihn im Rahmen der Promotion zurück nach Berlin ans Museum für Naturkunde (MfN) zog. In den Jahren 2011 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam, dem MfN und dem Max-Planck Institut Bremen. Von 2012 bis 2014 unterstützte er als Mitglied der Arbeitsgruppe Taxonomie die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften. Seit 2013 ist Volker Lohrmann Kurator der Insektensammlung am Übersee-Museum Bremen. Der wissenschaftliche Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Systematik und Taxonomie der Hautflügler – also den Bienen, Wespen, Ameisen und Verwandten.
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Eintritt:
KUKUK-Tickets an der Museumskasse | Anmeldung erforderlich unter 0541 323-7000 oder über