Karl Banghard: „Die wahre Geschichte der Germanen“ | Lese-Rampe
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In seinem schwungvoll, mitreißend und pointiert geschriebenen Sachbuch-Bestseller wendet sich Karl Banghard gegen eine romantisierende nationalistische Germanentümelei. Er enthüllt unter anderem, auf wen die Bezeichnung Germanen ursprünglich zurückgeht und legt
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In seinem schwungvoll, mitreißend und pointiert geschriebenen Sachbuch-Bestseller wendet sich Karl Banghard gegen eine romantisierende nationalistische Germanentümelei. Er enthüllt unter anderem, auf wen die Bezeichnung Germanen ursprünglich zurückgeht und legt dar, warum Arminius und seine Zeitgenossen wohl eher missmutig reagiert hätten, wären sie als „Germanen“ angesprochen worden.
Der Begriff ist griffig und wird politisch vereinnahmt, täuscht aber darüber hinweg, dass es eine Nation oder ein Volk dieses Namens nie gab. Arminius, der eine Schlacht gegen die Römer gewann, war Cherusker. Seine Leistung bestand gerade darin, Marser, Chatten, Angrivarier, Brukterer zu Alliierten gemacht zu haben.
Weil die unter dem Sammelbegriff Germanen erfassten Stämme häufig in Bewegung waren, vergleicht Banghard seine Darstellung mit einem Roadmovie. Es führt uns nach Bayern, Polen, Norwegen, England, in die Niederlande. Und natürlich ins Osnabrücker Land nach Kalkriese.
Karl Banghard ist Prähistoriker. Unter seiner Leitung entstanden die erste Rekonstruktion eines Pfahlbaus der deutschen Nachkriegszeit, der Freilichtbereich des Federseemuseums Bad Buchau, der Bau der Holzburg Kanzach. Seit 2002 leitet er das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen.
Moderation:
Harald Keller, Autor, Journalist und Medienwissenschaftler aus Osnabrück
Uhrzeit
Eintritt:
frei, Spende willkommen