Am regionalen Beispiel der Geschichte der spätmittelalterlichen jüdischen Gemeinde in Osnabrück soll auf die mittelalterlichen Wurzeln antijüdischer Vorurteile im Antijudaismus und ihre (zu) lange Tradition aufmerksam gemacht werden. Sie drücken sich in unterschiedlichen „Bildern“ aus: in konkret geschaffenen realen Bildwerken; in Metaphern, also Wortbildern, die bestimmte Vorstellungen begrifflich erfassen und widerspiegeln; schließlich in Vorurteilen, also virtuellen Bildern oder Bildern im Kopf, die in der einen oder anderen Form – als Argwohn gegen „den Fremden“, Misstrauen gegenüber Andersartigkeit jedweder Art o. ä. – ihren Ausdruck fanden.