„Von Heidelberg bis Osnabrück"
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Osnabrück (1424/26) gehört mit Heidelberg (1390), Trier (1418) und Köln (1424) zu den Städten, in denen die jüdischen Gemeinden früh aufgelöst wurden. In den zeitgenössischen Quellen wird zur Begründung vor
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Osnabrück (1424/26) gehört mit Heidelberg (1390), Trier (1418) und Köln (1424) zu den Städten, in denen die jüdischen Gemeinden früh aufgelöst wurden. In den zeitgenössischen Quellen wird zur Begründung vor allem der jüdische Geldverleih gegen Zinsen („Wucher“) genannt. Zugleich stritten christliche Juristen und Theologen darüber, ob andere Formen des Kredits, vor allem der sogenannte Rentenkauf, ebenfalls „wucherisch“ seien oder nicht.
Wie die beiden Debatten zusammenhängen, soll am Beispiel des Kölner Theologen Dietrich Kerkering von Münster gezeigt werden. Er war Teil eines Netzwerks christlicher Gelehrter, die in den Jahrzehnten um das Jahr 1400 Druck auf die örtlichen Entscheidungsträger ausübten.
Referent: Dr. Christoph Cluse, Universität Trier
Uhrzeit
Eintritt:
frei