„Widerstand – Von feinen Rissen und tiefen Erschütte­rungen"

sa09maiGanztägigsa01aug„Widerstand – Von feinen Rissen und tiefen Erschütte­rungen"Ausstellung mit Arbeiten zu unterschiedlichen, oft ambivalenten Formen von Widerstand(Ganztägig) Osnabrück | hase29 – Kunstraum der Gesellschaft für zeitgenössische Kunst, Hasestr. 29 VeranstalterKunstraum hase29 | Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e. V.Eintritt:frei

Informationen

Die Ausstellung präsentiert vier Künstler*innen mit biografischen Bezügen zum Iran, deren Arbeiten unterschiedliche, oft ambivalente Formen von Widerstand verhandeln: Homa Emami, Parastou Forouhar, Nazani Noori, Anahita Razmi.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden politischen Repressionen, der systematischen Einschränkung von Freiheitsrechten und der darauf reagierenden Protestbewegungen im Iran erhalten verschiedene Formen des (individuellen) Widerstands besondere Dringlichkeit.

Im Zentrum der Ausstellung steht daher die Frage, wie Formen des Widerstands als künstlerische Praxis erfahrbar werden können – sei es durch Mittel der Aneignung, Subversion, Sichtbarmachung oder durch das Arbeiten mit Fragmenten und Brüchen. Die gezeigten Werke öffnen Räume, in denen gesellschaftliche, politische und persönliche Konfliktlinien sinnlich und vielschichtig erfahrbar werden. Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Transformation treten dabei in ein Spannungsfeld zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Geschichte.

Insbesondere die Perspektiven von Künstler*innen in der Diaspora verleihen der Ausstellung besondere Spannungsmomente und Tiefe: Das Leben zwischen Kulturen bringt hybride Identitäten hervor – Identitäten, die sich im Spannungsfeld von Herkunft, Gegenwart und imaginierter Zukunft bewegen. Zudem überraschen die Werke vielfach durch eine künstlerische Formensprache, die einerseits verschlüsselt und zugleich vieldeutig und tiefgründig erscheint. Die Diaspora wird dabei nicht als Defizit, sondern als produktiver Zwischenraum erfahrbar – als ein Ort, an dem neue Narrative entstehen und kulturelle Zuschreibungen aufgebrochen werden.

Der Ausstellungstitel wird zur programmatischen Metapher: Er verweist sowohl auf die kaum wahrnehmbaren Verschiebungen im Alltäglichen als auch auf jene tiefgreifenden, teils gewaltvollen Momente, in denen bestehende Ordnungen ins Wanken geraten. Widerstand zeigt sich hier nicht ausschließlich im lauten Aufbegehren, sondern ebenso in den feinen Rissen, die bestehende Narrative infrage stellen und neue Denk- und Möglichkeitsräume eröffnen.

Öffnungszeiten:
Mi.-Fr.        14-18 Uhr
Sa.             11-15 Uhr

Uhrzeit

9. Mai 2026 - 1. August 2026 (Ganztägig)

Eintritt:

frei