Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun? Als BewohnerInnen der Friedensstadt Osnabrück können wir aus vergangenen und gegenwärtigen Konflikten lernen. Denn auch die Stadt Osnabrück war als Handelsstadt in Konflikte und koloniale Ausbeutung verwickelt.
Gleichzeitig leben in dieser Stadt aktuell mehr als 5.000 Menschen, die aufgrund von Unfrieden und Konflikten aus ihrer Heimat fliehen mussten. Ist ihr Schicksal verbunden mit einem Teil der (unrühmlichen) Geschichte des deutschen und europäischen Kolonialismus?
Perspektivlosigkeit – teilweise historisch bedingt – ist kein anerkannter Fluchtgrund. Daher werden Kolonialismus und Flucht nur selten in einem Satz genannt. Doch sie stehen in enger Verbindung zueinander, wie die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?“, zeigt, die vom Eine Welt Netz NRW entwickelt wurde.
Wie diese Verbindung aussieht und welche anderen lokalen und globalen Kontinuitäten von Ausbeutung es gibt, zeigt diese Ausstellung unter nachstehendem Link und ein eigens konzipiertes kulturelles Begleitprogramm in Osnabrück:

www.vhs-os.de/programm/gesellschaft/schwarz-ist-der-ozean

Bildrechte: William Adjété Wilson & Exil e. V., Osnabrück