„Osnabrücker Gesänge: Rosi Eve Hélène“ | Gegenwärtig. Zeitgenössische Kunst begegnet Felix Nussbaum
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Die Künstlerin und Musikerin Michaela Melián richtet den Blick auf Themen wie Emigration, Flucht, Vertreibung. Ihre multimedialen Installationen verknüpfen Geschichten, die mit Orten, Objekten oder Biografien verbunden sind, mit gesellschaftlichen
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Die Künstlerin und Musikerin Michaela Melián richtet den Blick auf Themen wie Emigration, Flucht, Vertreibung. Ihre multimedialen Installationen verknüpfen Geschichten, die mit Orten, Objekten oder Biografien verbunden sind, mit gesellschaftlichen Fragen. Sie erschafft dabei vielschichtige, sinnlich erfahrbare Räume.
Im Felix-Nussbaum-Haus entsteht im Rahmen der Reihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische Kunst begegnet Felix Nussbaum“ eine Welt aus Klangskulpturen und Projektionen, die Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Gesellschaft auf besondere Weise verbindet. Meliáns Arbeiten regen dazu an, über Sichtbarkeit, Machtverhältnisse und Erinnerung nachzudenken – sie verzichten auf klare Botschaften und betonen stattdessen die Vielschichtigkeit und Komplexität ihrer Themen.
Für die Ausstellung entwickelt Michaela Melián eine Installation, die aus der Auseinandersetzung mit den Texten der französischen Philosophin und Schriftstellerin Hélène Cixous (1937*) entstanden ist. Cixous‘ Familie stammt aus Osnabrück und war mit Felix Nussbaum und seiner Familie bekannt. Eve Cixous – Hélènes Mutter – ist als Eva Klein in Osnabrück aufgewachsen. Ihre Mutter – Hélènes Großmutter – heißt Rosi Klein, geborene Jonas. Die Familie Jonas hatte ihr Geschäftshaus am Nicolaiort 2 in Osnabrück. Eve, ihre Schwester Eri und Rosi konnten in den 1930er Jahren aus Deutschland entkommen, im Gegensatz zu vielen weiteren Familienmitgliedern, die in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern ermordet wurden.
Die familiären Erfahrungen der Flucht und des Exils sind prägend für das Schreiben der feministischen Denkerin Cixous. Inspiriert von diesen Texten, wie zuletzt veröffentlicht in „Osnabrück“ (2017/2018) und „Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem“ (2018) entsteht eine mehrstimmige Komposition, in der Frauenstimmen in verschiedenen Sprachen und Akzenten die Grenzen des Nationalen überschreiten.
Öffnungszeiten:
Di.-Fr. 11-18 Uhr
Sa. + So. 10-18 Uhr
Uhrzeit
Eintritt:
KUKUK-Tickets an der Museumskasse, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei