„Die Frau, die gegen Türen rannte“
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Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) hat die Zahl der polizeilich registrierten Betroffenen häuslicher Gewalt in Deutschland im Jahr 2024 einen neuen Höchststand erreicht. 256.276 Menschen waren von Häuslicher Gewalt betroffen. 70,5
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Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) hat die Zahl der polizeilich registrierten Betroffenen häuslicher Gewalt in Deutschland im Jahr 2024 einen neuen Höchststand erreicht. 256.276 Menschen waren von Häuslicher Gewalt betroffen. 70,5 Prozent der Betroffenen waren Frauen. „Die Dunkelziffer ist noch deutlich höher“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Susanne Häring. Denn: „Viele Betroffene trauen sich nicht, zur Polizei zu gehen. Mit dieser Aktion wollen wir für das Thema sensibilisieren und gleichzeitig Betroffenen Mut geben, ihre Geschichte zu erzählen.“
Im Stück geht es um Paula Spencer, für die mit 39 Jahren das Meiste in ihrem Leben schon gelaufen ist – und das nicht gut. Den geblümten Schlafzimmervorhang, der im Sommerwind über ihrem Kinderbett wehte, hat es nie gegeben – aber die Übergriffe ihres Vaters. In der Schule wird sie knapp über Sonderklassenniveau eingestuft. Zwischen abgestumpften Lehrern und zudringlichen Banknachbarn trainiert sie schmutziges Denken und abgebrühtes Benehmen. Dann gründet sie mit ihrer Jugendliebe Carl eine Familie. Und immer wieder sitzt sie im Krankenhaus und erklärt ihre Verletzungen damit, dass sie gegen eine Tür gelaufen sei. Nun ist Carl tot und Paula beginnt zu sprechen.
Im Georgsmarienhütter Rathaus wird die Geschichte einer alkoholsüchtigen Frau erzählt, die allen Widerwärtigkeiten und Demütigungen zum Trotz ihr Leben in die Hand nimmt. Ein furioser Monolog über eine enttäuschte Liebe und den unermüdlichen Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen – inszeniert von Die Komplizen* – Freies Schauspiel mit Lisa Bihl, Julius Richter und Thomas Ulrich.
Uhrzeit
1. Dezember 2025 19:30
Eintritt:
frei